Sonderausstellung «Der kranke Berg – La montagna ammalata»
Vom 15. Juli bis 18. Oktober 2026 zeigt das Museum Engiadinais die Sonderausstellung «DER KRANKE BERG» des Tessiner Malers CESARE LUCCHINI.
Eingebettet in die atmosphärischen historischen Räume des Museums tritt die Ausstellung in einen spannenden Dialog mit dem kulturellen Gedächtnis des Engadins und einer Malerei, die tief in der Gegenwart verwurzelt ist.
Seit mehr als sechzig Jahren widmet sich Lucchini einer künstlerischen Arbeit, die das Verhältnis zwischen Menschen, Geschichte und Landschaft ins Zentrum stellt. In diesem neuen Werkzyklus wird der Berg zum eigentlichen Protagonisten; nicht als klassische Alpenansicht, sondern als verletzlicher Organismus, gezeichnet von Umweltveränderungen und den Spannungen unserer Zeit. Schmelzende Gletscher, erodierte Oberflächen, Risse und Spuren des Zerfalls vermitteln das Bild einer fragilen Natur, die sichtbar und zugleich subtil von menschlichem Einfluss geprägt ist.
Neben grossformatigen Gemälden umfasst die Ausstellung auch Arbeiten auf Papier von besonderer Materialität, in denen Themen und Zeichen aus Lucchinis langjährigem Schaffen wiederkehren. Seine Malerei, aufgebaut aus Farbschichtungen, Collagen und unterschiedlichsten Materialien, bewegt sich zwischen Stille und expressiver Spannung und verwandelt die alpine Landschaft in eine kraftvolle Metapher der Gegenwart.
Der kranke Berg bietet dem Publikum die Gelegenheit, über das Verhältnis von Natur, Erinnerung und kollektiver Verantwortung nachzudenken in einem intensiven Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und dem historischen Erbe des Alpenraums.

