Über uns

Leitbild

Das Museum Engiadinais / Engadiner Museum ist ein Museum für alpine Lebens- und Wohnkultur vom 15. bis ins 19. Jahrhundert. Das Haus wurde 1906 im Auftrag von Riet Campell eigens für die Sammlung historischer Innenräume gebaut. Der Architekt Nikolaus Hartmann schuf dafür den historisierenden Typus eines Engadinerhauses und damit eine Stilikone des sogenannten Heimatstils.

Ziel ist es, die Engadiner Lebenskultur zu bewahren und zu vermitteln, denn damals wie heute verändert sich das Engadin durch den Tourismus und die technischen Neuerungen erheblich und es droht der Verlust der regionalen Kultur und der damit verbundenen Güter.

Diese Vermittlung erfolgt durch Präsentation des Sammlungsgutes, durch regelmässige Sonderausstellungen und Sonderveranstaltungen, die sich mit der alpinen Kultur besonders der Bündner Südtäler befassen. Dazu zählt über die Wohnkultur hinaus auch das Handwerk, das Trachtenwesen, die Lied- und Instrumentalkultur, die rätoromanische Sprache mit der damit verbundenen Literatur, historische sowie zeitgenössische Kunst im alpinen Raum und des Engadins. Auch soll das Brauchtum von gestern und heute lebendig dargestellt und wenn möglich gepflegt werden.

2012 (Monika Bock & Jürg Goll)

Team

Stiftung Museum Engiadinais / Engadiner Museum

Das Museum Engiadinais / Engadiner Museum wurde 1906 eröffnet und steht seit 1920 als Stiftung unter der Aufsicht des Kantons Graubünden.

Der Betrieb wird durch den Kreis Oberengadin gewährleistet.

Stiftungsrat:

Gian Duri Ratti, Präsident
Sigi Asprion, Vizepräsident
Patrizia Guggenheim
Fritz Hagmann
Angelika Luzi

Sammlungskonzept

Beschreibung

Das Engadiner Museum in St. Moritz ist ein Museum für alpine Lebens- und Wohnkultur vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, das 1906 im Auftrag des Sammlers Riet Campell eigens für dessen Sammlung historischer Innenräume gebaut wurde. Architekt Nikolaus Hartmann jun. schuf dafür den historisierenden Typus eines Engadinerhauses und damit eine Stilikone des sogenannten Heimatstils. Das Haus wurde um die Sammlung herum gebaut und beherbergt 18 historische Zimmer. Riet Campell hatte in den Jahren davor eine ausserordentlich qualitätsvolle Sammlung von vollständigen Interieurs, Möbeln, Geräten, Haushaltgegenständen, Waffen, Büchern und Textilien aus dem Engadin, den Bündner Südtälern, dem Oberhalbstein (Surses) und dem Veltlin (Grosio) zusammengetragen. Die Entstehung des Museums bewegte sich zeitgleich mit der Heimatschutzbewegung in Graubünden, die sich die Erhaltung des einheimischen Kulturgutes zum Ziel setzte und den drohenden „Ausverkauf der Heimat“ des einheimischen Kulturgutes zu verhindern suchte.

 

Die mehrere Tausend Objekte umfassende Sammlung trägt den Stempel ihres Gründers Riet Campell, der vorwiegend kunsthandwerklich hochstehende Interieurs und Objekte der gehobenen Schichten und nicht etwa der einfachen Bauern sammelte. Sie ist in ihrer Art einzigartig und in weiten Teilen in den historischen Zimmern inszeniert, die jeweils einen bestimmten Typus und eine Epoche repräsentieren, nicht aber alle aus dem gleichen Ort stammen.

 

Bewertung

Dieser Sammlungsbestand, von Campell zu Lebzeiten zusammengetragen, bildet eine in sich geschlossene Sammlung, die den Zeitgeist und die Präferenzen des Sammlers abbildet, gleichzeitig aber auch ein umfassendes Bild der Wohnkultur des Engadins und der angrenzenden Täler bietet. Die Sammlung ist in ihrer Geschlossenheit eine hochinteressante Dokumentation zur Sammeltätigkeit an der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert und repräsentiert beispielhaft die Ideen und Ziele der damals entstehenden Heimatschutzbewegung. In dieser Prägnanz ist dies in keinem anderen vergleichbaren historischen oder heimatkundlichen Museum der Schweiz anzutreffen. Dies macht die Einzigartigkeit des Engadiner Museums und seiner Sammlung aus.

 

Sammlungsstrategie

Aus diesem Grund ist die Sammlung weitgehend abgeschlossen. Künftig sollen nur noch Objekte in die Sammlung aufgenommen werden, die in einem engen Zusammenhang zu Museumsgründer Riet Campell, Museumsarchitekt Nicolaus Hartmann jun. und der Heimatschutzbewegung im Engadin und den angrenzenden Bündner Südtälern stehen.

 

Verabschiedet vom Stiftungsrat anlässlich seiner Sitzung vom 3. Juni 2013.

Jahresberichte

Jahresbericht 2016, 2017-04-21

Die umfassende Sanierung und Neuinszenierung des 110-jährigen Museums erfolgte zwischen April 2015 und November 2016 unter Federführung des Kreises Oberengadin...

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Jahresbericht 2015, 2015-12-31

Das Jahr 2015 war geprägt durch den Umbau des Engadiner Museums. In den Wintermonaten wurde die gesamte Sammlung ausgelagert …

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Jahresbericht 2014, 2014-12-31

2014 war das letzte Betriebsjahr vor der Umbau des Museums, der nach Ostern 2015 beginnt. Geprägt wurde das Jahr durch die erfolgreiche Sonderausstellung zum Thema Bündnerfleisch sowie den regenreichen Sommer, der dem Museum hohe Besucherzahlen bescherte …

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Jahresbericht 2013, 2013-12-31

2013 stand im Zeichen des Wechsels der Museumsleitung. Monika Bock verliess Ende 2012 das Engadiner Museum. Der Stiftungsrat wählte am 28. März 2013 Charlotte Schütt, Museologin MAS, zur Nachfolgerin …

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